Kita und Schule

Vom Nebeneinander zum Miteinander
Beim Ausbau der U3-Plätze mangelt es leider immer noch an Plätzen. Die Tagespflege sehen wir nicht als gleichwertiges Angebot an, da sie nur für Kinder ohne besondere Förderbedarfe in Frage kommen würde. Es fehlt diesen meist an einem gleichwertigen Angebot an altersgemischten Interaktionspartnern sowie an einer verlässlichen Betreuung (bei Krankheit und Urlaub der Tagespflegeperson).
Wir benötigen einen weiteren Ausbau, sowohl für Kinder unter als auch über 3 Jahren, für Kinder mit und ohne Behinderung in integrativen Gruppen. Wir fordern eine verlässliche, hochwertige Kinderbetreuung und -förderung und selbstverständlich eine tarifgerechte Bezahlung der Betreuungskräfte. Die Öffnungszeiten der Kindergärten müssen so flexibel sein, dass sie sich den beruflichen Anforderungen der Eltern anpassen. Bezüglich der Öffnungs- und Schließzeiten, gilt es sie innerhalb der Ortschaft untereinander abzustimmen.

Eine individuelle, frühkindliche Förderung von Anfang an soll als gerechte Bildungschance verstanden werden und nicht als Stigma. Wir sehen hier die Möglichkeit, den immer weiter steigenden Kosten der Eingliederungshilfe wirkungsvoll entgegenzutreten.

Jedes Kind ist wichtig!
Im Kreis Kleve haben sich die Möglichkeiten zu längerem gemeinsamen Lernen durch die Schaffung von Sekundar- und Gesamtschulen verbessert. In Rees gibt es hingegen noch das alte dreigliedrige Schulsystem. Wir fordern ein inklusives Bildungssystem, welches jedem Kind gerecht wird. Inklusion ist ein Menschenrecht und nicht verhandelbar! Deshalb müssen wir alles dafür tun, das alle Schulen in Rees sowohl räumlich als auch personell diesem wichtigen Thema gewachsen sind und an den Bedarfen der Kinder ebenso angepasst sind, wie an den Wünschen der Eltern.
Hier fordern wir: Endlich eine umfassende Elterninformation über die aktuellen Angebote im Bildungssystem und eine Elternbedarfsabfrage.

Dies bedeutet:

  • Schaffung von Barrierefreiheit an den Schulen
  •  Know-how-Transfer zwischen den Lehrkräften aller bisherigen Schulsysteme ;geregelte Kooperation der Förderschulen in Kreisträgerschaft mit den Regelschulen
  •  Unterstützung offener Unterrichtsformen
  •  Individuelle Schullaufbahnplanung
  •  Ausbau des Ganztagsangebotes
  •  Sicherstellung flächendeckender Schulsozialarbeit
  •  Besonderes Augenmerk auf die gestiegene Anzahl Reeser „Schulversager“ ohne Abschluss
    Darum wollen wir:
  •  Vermittlung von Teilkompetenzen, die zu Ausbildungsabschlüssen führen
  •  Jungen Eltern eine Ausbildung in Teilzeitform ermöglichen
  •  Unsere Kinder brauchen Schulen mit einer modernen und funktionierenden Ausstattung. Im 21. Jahrhundert gilt das insbesondere für die technische Ausstattung. Die Vermittlung von Medienkompetenz und der Umgang mit Technik dürfen nicht zu kurz kommen.
  •  Neben wissenschaftlich-technischer Bildung ist die Vermittlung von Alltagstauglichkeit in den Hintergrund getreten. Elternhäusern und Schulen sollen jungen Menschen Fähigkeiten etwa beim Kochen, Reparieren, Gestalten oder in Ernährungs-und Verbraucherfragen weitergeben.

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren