für den Ausschuss für Bildung und Soziales am 30.09.2026 hat die Fraktion DIE GRÜNEN Rees folgende Anfrage:
- Aus welchen Gründen ist Haltestelle „Heelden-Springerlei“ zum Schuljahresbeginn 2026/27 gestrichen worden?
- Wurden alternative Lösungen zur Schulbusanbindung des Randbereichs Heelden/Isselburg geprüft?
- Ist eine kurzfristige Anpassung der Routenführung möglich, so dass die Kinder aus dem genannten Randbereich weiterhin wohnortnah an den Schulbusverkehr angebunden werden können?
Begründung
Bis zum Schuljahresende 2025/26 wurde der morgendliche Schulbusverkehr zum Schulzentrum Rees für Kinder aus Isselburg und Heelden über zwei getrennte Routen abgewickelt:
Isselburg: Mövesfeld → Aldi → Am Markt
Heelden: Springerlei → alte Grundschule → Am Spielberg
Mittags wurden beide Routen zu einer gemeinsamen Rückfahrt zusammengeführt:
Heelden-Spielberg → Heelden-Alte Grundschule → Heelden-Springerlei → Isselburg-Aldi → Isselburg-Am Markt
Nach der Haltestelle „Isselburg-Aldi“ hat der Bus im Musikerkreisverkehr (Danziger Straße/Am Berg) gedreht und ist zur Haltestelle „Isselburg-Am Markt“ gefahren. Die Haltestelle „Isselburg-Mövesfeld“ wurde dadurch über viele Jahre mittags nicht angefahren.
Seit Beginn des Schuljahres 2026/27 wurde die Haltestelle „Heelden-Springerlei“ im Rahmen einer Fahrplanüberprüfung gestrichen.
Die betroffenen Kinder, die bisher an der Haltestelle „Heelden-Springerlei“ ein- und aussteigen konnten, sollen nun die Haltestelle „Aldi“ im Ortskern von Isselburg nutzen. Die Streichung wird damit begründet, dass dadurch ein Mangel auf der Isselburger Route gelöst werden solle. Die Kinder, die morgens an der Haltestelle „Mövesfeld“ einsteigen, sollen künftig mittags auch dort aussteigen können. Die betreffe ca. 20 Kinder. Die einfache Entfernung vom Wohnbereich der Kinder aus dem Außenbezirk, die bisher an der Haltestelle „Heelden-Springerlei“ ein- und aussteigen konnten, zur neuen Haltestelle „Aldi“ beträgt etwa 1,5 km. Durch die Änderung legen die Kinder nun täglich einen zusätzlichen Weg von ca. 3 km zurück. Zudem werden die Schülerinnen und Schüler damit auf die bereits stark ausgelastete Isselburger Route verwiesen, wodurch sich deren Auslastung weiter erhöht. Im Gegensatz dazu beträgt der vermeintliche Mangel für die Kinder im Ortskern lediglich rund 450 m (Entfernung der Haltestellen „Mövesfeld“ und „Aldi“). Es wurde aus Sicht der betroffenen Familien somit ein geringfügiges Problem im Ortskern gelöst, indem eine deutliche Unverhältnismäßigkeit in der Wegelänge für die Schülerinnen und Schüler im Randbereich geschaffen wurde. Damit stellt sich die Frage, ob die mit der Fahrplanänderung beabsichtigte Verbesserung tatsächlich in dem Umfang eingetreten ist, der die Streichung von „Heelden-Springerlei“ rechtfertigt.
Als mögliche Alternative wurde von den Betroffenen gegenüber der Stadtverwaltung bereits die Haltestelle „Reeser Straße“ vorgeschlagen. Diese befindet sich auf Höhe der Einmündung der Straße „Feldmark“ und ist in beiden Fahrtrichtungen vorhanden. Da die Haltestelle „Reeser Straße“ bereits für den Schulbusverkehr der Grundschulen in Isselburg genutzt wird, handelt es sich um eine bestehende und für den Schülerverkehr genutzte Haltestelle. Aus Sicht der betroffenen Familien sollte geprüft werden, ob diese Haltestelle, ggf. in Verbindung mit einer angepassten Routenführung, eine Möglichkeit darstellt, die Kinder aus dem Randbereich Heelden/Isselburg weiterhin wohnortnah an den Schulbusverkehr anzubinden.
Die Haltestelle „Heelden-Springerlei“ wurde über 15 Jahre lang verlässlich angefahren und war für Familien im Randbereich Heelden/Isselburg ein fester Bestandteil der Schulbusanbindung. Diese verlässliche Busanbindung war für Eltern ein entscheidendes Kriterium bei der Wahl des Schulstandortes Rees. Die jetzige Änderung bedeutet für die betroffenen Familien eine erhebliche Verschlechterung gegenüber der langjährigen Praxis. Hinzu kommt, dass in den kommenden Jahren voraussichtlich weitere Kinder aus diesem Einzugsgebiet das Schulzentrum Rees besuchen werden. Die Frage der Haltestelle betrifft daher nicht nur die aktuell schulpflichtigen Kinder, sondern beeinflusst die zukünftige Schülerbeförderung in diesem Bereich.
Wir bitten darum, unsere Anfragen im Rahmen der Ausschusssitzung für Bildung und Soziales am 30.09.2026 zu beantworten und Möglichkeiten einer Anpassung der Routenführung im Sinne der betroffenen Kinder zu prüfen und darzustellen.